Corporate Governance

Ausgangssituation
Im Bereich Corporate Governance beraten wir Unternehmen bei der Strukturierung der Führungsorgane, insbesondere bei den gesetzlich vorgeschriebenen Tätigkeiten als Bei-, Aufsichts- und Verwaltungsrat.

Hierbei nimmt die pro-aktive Beratung u.a. bei der Gestaltung der Organsatzung und -ordnung eine wichtige Funktion wahr und dient damit - einem Kompass ähnlich - den einzelnen Ratsmitgliedern als Richtschnur des Handelns und definiert gleichzeitig die Verantwortung eines Organmitgliedes.

Früher war es unvorstellbar, daß ein Geschäftsführer, ein Vorstand, ein Aufsichtsratsmitglied für sein Tun und Handeln bzw. sein Nicht-Tun und sein Nicht-Handeln zur Rechenschaft gezogen wurde.
Zwischenzeitlich ist eine Corporate Governance Kommission ins Leben gerufen worden, die unter anderem Grundsätze für ein ethisches Handeln definieren soll.




Corporate Governance
siehe interessante Artikel:

- "Ich räume ein, dass wir zu oft geschwiegen haben" HANDELSBLATT vom 16.12.2009)
- "Albtraum Knast" WIRTSCHATSWOCHE vom 03.11.2009
- "Gut gedacht, nur selten beherzigt" DIE WELT, 29.06.2011
- "Zum Lobbyverein verkommen" HANDELSBLATT vom 02.07.2014

Heute ist insbesondere die Rolle der Organe eines Unternehmens klar definiert, wobei die Verantwortung bis hin zur Haftung einzelner Personen immer stärker in den Vordergrund rückt.

siehe interessante Artikel:

- "Ex-Vivendi-Chef angeklagt" → FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND → vom 23.10.2009, Seite 2
- "BAE faces threat of corruption charges" → FINANCIAL TIMES → VOM 01.10.2009
- "Siemens sucht eine schnelle Einigung mit Heinrich von Pierer" HANDELSBLATT vom 31.08.2009
- "MAN - Chef schafft neue Kontrollinstanz" FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND vom 08.07.2009
- "Schmieren ist ein altes Geschäft" HANDELSBLATT vom 16.11.2009
- "Ohne Regeln geht es nicht" HANDELSBLATT vom 17.12.2009
- "Managerhaftung bleibt eine Farce" HANDELSBLATT vom 19.01.2010
- "Wir wollen weniger Ausreden" HANDELSBLATT vom 13.03.2010
- "Saubermann und Söhne" HANDELSBLATT vom 26.10.2010

Grundlagen
Das ethisch-basierte Handeln eines Kaufmanns kann durch 2 unterschiedliche Ansätze herbeigeführt werden:

Einerseits kann durch das regulative Eingreifen des Staates jeder in der Wirtschaft - Handelnde dazu gezwungen werden, sich so zu verhandeln, daß definierte Grundsätze beachtet werden. Das Problem eines solchen Ansatzes besteht jedoch in einem Regelwerk seitens des Staates, daß die kaufmännische Dominanz der handelnden Personen in den Hintergrund gedrückt wird.
FINANCIAL TIMES



       FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND
       Vom 18. Juni 2009, Seite 25

Andererseits kann eine durchaus vergleichbare Handlungsweise durch eine Rückbesinnung auf bereits definierte Werte, z.B. bei Adam Smith "Theorie der moralischen Gefühle" (1759) oder bei der Hanseatischen Kauf-mannschaft erreicht werden, wo das Handeln eines "ehrbaren Kaufmanns" (1517) definiert wurde ( siehe IHK-Magazin 07.09. Seite 01 "Mit Anstand und Sitte"). Es ist nicht verwunderlich, daß es Überlegungen gibt, daß zu dem MBA-Abschluß ein Eid geleistet werden soll (siehe Karriere vom 3. Juli 2009, Nr. 125, Seite15 "Mit reinem Gewissen"); "Managereid: Die Zeit scheint jetzt reif zu sein für einen neuen Versuch ), der als Bekenntnis zu grundlegenden Werten verstanden werden will.

Fundationsbuch

Dieses Thema ist nicht erst seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 von Bedeutung. Verweise auf den "ehrbaren Kaufmann" gab es schon früher, so beispielsweise wie

  • "Vom ehrbaren Kaufmann zum ehrbaren Manager" (HANDELSBLATT Nr. 228 vom 26.11.2007, Seite 34)
  • "Der ehrbare Kaufmann als Programm" (FAZ >Auszug Nr. 293 vom 17.12.2007, Seite 20)
(Bild: Fundationsbuch des Gemeinen Kaufmanns von 1517)

siehe interessante Artikel:

- "Wissenswert - gute Unternehmensführung" HANDELSBLATT vom 5.11.2009
- "Glaubwürdigkeit ist das höchste Gut der Manager" Handelsblatt vom 4.11.2009
- "Das gehört sich nicht" Wirtschaftswoche vom 06.07.2009
- "In der Krise beschwört der Papst…" Die Welt 08.07.2009
- "Vielen Bankern ist ihr Ego…" Handelsblatt vom 27.11.2009
- "Ethik ist mehr als ein business case" Handelsblatt vom 7.12.2009
- "Die Marke ist beschädigt. Hektisch bauen etliche Schulen Ethikkurse…" KARRIERE vom 17.12.2009
- "Leadership in Krisenzeiten: Den Werten treu bleiben" HANDELSBLATT vom 28.12.2009
- "Wir brauchen mehr Fairness" WIRTSCHAFTSWOCHE vom 21.12.2009
- "Respice Finem" WIRTSCHAFTSWOCHE vom 03.04.2010
- "Wo Korruptionsbeauftragte ihr Handwerk lernen" HANDELSBLAT vom 07.05.2010
Letztlich geht es darum, wie die in einem Wirtschaftssystem handelnden Personen mit ihrer Stellung und ihren Befugnissen umgehen. Hierbei gilt es ein hohes Maß an Authentizität und Integrität verbunden mit einer Vorbildfunktion tagtäglich zu leben.

siehe interessante Artikel:

- "Macht macht heuchlerisch" WIRTSCHAFTSWOCHE vom 25.01.2010
- "Heiligt der Zweck die Mittel" HANDELSBLATT vom 8.02.2010
- "Unternehmen setzen auch in der Krise auf Nachhaltigkeit" HANDELSBLATT vom 18.03.2010
- "Die Angst des Compliance - Manns vor dem Bösen" HANDELSBLATT vom 26.03.2010
- "Regeln für Corporate Governance" HANDELSBLATT vom 03.05.2011

Den Inhalt der Corporate Social Responsibility hat der Gesetzgeber durch die ISO 26 000 nunmehr gefüllt.
- "Die ISO 26 000" HANDELSBLATT vom 15.01.2010

Eindeutig besteht die Tendenz auf europäischer Ebene, das Prinzip der Freiwilligkeit durch eine Pflicht- Berichterstattung über das soziale Engagement der Unternehmen (wie in Frankreich und Dänemark bereits schon gesetzlich fixiert) zu ersetzen. Hierzu zählen Angaben, wie

- Arbeitszeite
- Krankenstand

siehe interessante Artikel:

- "Wirtschaftsprüfer als Sozialhelfer" WIRTSCHAFTSWOCHE vom 24.12.2010

Das Thema Korruption ist in der deutschen Wirtschaft hochaktuell, insbesondere vor dem Hintergrund, daß Deutschland mit zu den exportstärksten Ländern der Welt traditionell zählt.

Häufig wird eine Debatte um das "Schmiergeld" geführt, wobei extreme Positionen aufeinander prallen.

siehe interessante Artikel:

- "Bekenntnis zum Schmieren" HANDELSBLATT vom 10.08.2010
- "Der Kampf gegen Schmiergeld ist reine Heuchelei" HANDELSBLATT vom 10.08.2010
- "Jeder Korruptionsfall hinterläßt Opfer" HANDELSBLATT vom 12.08.2010
- "Neue Quelle für Strafgelder" HANDELSBLATT vom 22.03.2011
- "Lines less blurred" FINANCIAL TIMES, 18.07.2011
- "Vertrauen ist gut, Kontrolle is besser" Initiativbanking 2/2014

Die Unternehmen in Deutschland haben rein organisatorisch auf diesem Themenkreis unterschiedlich reagiert. Dies reicht von der Maßnahme "alle bleibt beim alten" bis hin zu dem strukturierten Neu-Aufbau eines "Compliance Bereiches", der sich in der Organisation des jeweiligen Unternehmens einen unterschiedlichen Stellenwert repräsentiert.

siehe interessante Artikel:

- "Daimler macht die Abwehr von Korruption zur Vorstandssache" HANDELSBLATT vom 29.09.2010

Um sich bei dieser Fragestellung rechtlich abzusichern, greifen Unternehmen zunächst auf die internen Ressourcen, d.h. auf hauseigene Juristen zurück. Interessant ist das Zusammenspiel von Geschäftsführung und der Rechtsabteilung. Diese von gegenseitigem Vertrauen geprägte Zusammenarbeit muß aber klar definierten Regeln genügen, da der Staat zwischen unternehmensinternen und unternehmensexternen Rechtsanwälten differenziert.

siehe interessante Artikel:

- "EU-Richter festigen die Doppelmoral" HANDELSBLATT vom 30.09.2010

siehe interessante Bücher:

         wahre Werte



- "Wahre Werte" FINANZBUCH Verlage von Stephen Green

Der Themenkreis "Kündigung" nimmt für Manager einen immer breiteren Raum ein, da die Bewegungen eines "atmenden Unternehmens" sich nicht allein auf die unteren Hierarchieebenen beschränkt. Generell ist den Managern zu raten, bereits vor Vertragsbeginn, d.h. bei den Vertragsverhandlungen qualifizierten, rechtlichen Rat einzuholen

Vorgehensweise
Aufgrund der jeweils unternehmensindividuellen Situation und speziellen Strategien gibt es keine "Blaupausenberatung", sondern eine maßgeschneiderte Lösung für den einzelnen Mandanten.

Wir analysieren sowohl die strategischen Zielvorstellungen unserer Mandanten als auch die bereits vorhandenen Lösungsansätze.

In einem nächsten Schritt betrachten wir die speziell rechtliche Situation bzw. die Relevanz dieses Problembereiches. Ferner untersuchen wir die unternehmensinterne Situation - Willensbildung und Kultur - um letztlich einen Problemlösungsansatz gemeinsam mit der Top-Ebene des Unternehmens zu diskutieren, der unternehmenskonform mit der bisherigen und künftigen Unternehmenskultur ist.


segeln
Beispiel(e)
Ein international führendes Logistikunternehmen stellt fest, dass die Tochtergesellschaft in Italien rote Zahlen schreibt. Die Analyse von TMC ergab, dass es sich durch das Fehlen einer klaren Management- und Organstruktur um ein "kulturloses" Unternehmen handelte.

Nachdem die Top- und die erste Ebene neu organisiert, die Verantwortung klar definiert und das Management neu besetzt war, wurde ein Organ geschaffen, das dem Unternehmen als finanzielles und strategiemäßiges "Gewissen" dienen sollte. TMC definierte die Aufgabenstellung für das Gremium, das Rollenverständnis jedes einzelnen Ratsmitglieds bis hin zu dem periodischen Berichtswesen.

Referenzen
Aufsichtsratsmitglied Pharmaindustrie Unterstützung im Rahmen der Corporate Governance Problematik
Aufsichtsratsmitglied Restrukturierung der Aufsichtsratsmandate vor dem Hintergrund möglicher Interessenskollisionen
Börsennotiertes Unternehmen Logistikbranche Darstellung der geforderten Informationsinhalte gemäß SARBANES-OXLEY