Controlling

Das klassische Controlling als eines der zentralen Steuerungsinstrumente im Unternehmen muss sich weiterentwickeln, um neben der bloßen Bereitstellung von Vorgabe- und Kontrollmechanismen (Budget & Control) einen Mehrwert für das Unternehmen zu liefern und dem Management Unterstützung zu bieten. Statt der weit verbreiteten reinen Kennzahlengenerierung sind dafür vor allem Analysefähigkeiten und Entscheidungshilfen gefragt. Gleichzeitig sieht sich die Controllingfunktion mittlerweile einem ähnlichem Kostendruck ausgesetzt, wie er bisher nur auf anderen Unternehmensbereichen lastete.

Die Beantwortung der Frage, ob das Controlling einen tatsächlichen Wert- bzw. Wachstumsbeitrag liefert oder lediglich einen Kostenfaktor darstellt, wird also zunehmend dringlicher.

Die Erhöhung der Qualität und Effizienz im Controlling sollte ein gemeinsames Ziel des gesamten Unternehmens sein und das Management sowie die Controller dadurch befähigen, den externen und internen Anforderungen an Verlässlichkeit, Transparenz, Schnelligkeit und intelligenter Ressourceninspruchnahme in optimaler Weise nachzukommen.


Unsere Best Practices - Ihre möglichen Herausforderungen

TMC verfügt über ein umfassendes Repertoire von Best Practices in Planung und Reporting. Hierzu gehört auch die entsprechende Softwareunterstützung. Der Einsatz von Business Intelligence-Tools zur funktionsübergreifenden, erfolgskritischen und zukunftsbezogenen Erkenntnisgewinnung ist heutzutage State-of-the-art. Zur Veranschaulichung der unterschiedlichen, jedoch zugleich eng voneinander abhängigen Betrachtungsebenen nutzen wir die sog. "Controllingpyramide". Sie dient der umfassenden Berücksichtigung und Systematisierung der für das Controlling relevanten Best Practices.

Controllingpyramide

Exemplarisch seien hier einige Herausforderungen genannt, die das Controlling zu meistern hat:

  • Einbeziehung in den Strategieprozess und Anerkennung als Business Partner
  • Integrationserfordernis - sowohl bei der Planerstellung als auch beim Managementreporting
  • Beachtung des Wesentlichkeitsprinzips bei der Auswahl der Kennzahlen
  • Aktualität von Controllinginformationen
  • Kritische Betrachtung des Controllingaufwands aus Kosten/Nutzen-Sicht
  • Verbesserung der Früherkennungsfunktion
  • Umgang mit Unsicherheit (Chancen/Risiken)
  • Steuerung von Projektportfolios
  • Controlling und Anreizproblematik
  • Zunehmender Einfluss durch Business Intelligence-Lösungen

Insbesondere in Zusammenhang mit profitablem Unternehmenswachstum gewinnen folgende Spezialbereiche des Controllings immer mehr an Bedeutung: das Investitionscontrolling sowie die Integration von Controlling und Risikomanagement.


Investitionscontrolling

Um sich strategisch neu zu positionieren und nachhaltiges Unternehmenswachstum bei gleichzeitiger Steigerung der Profitabilität zu sichern, legen Unternehmen neben externem Wachstum heute vielfach das Augenmerk wieder auf organisches Wachstum. Zudem kann die schnelle Einführung eines innovativen Prozesses oder Systems am Markt entscheidende Wettbewerbsvorteile generieren. Investitionen und Projekte binden einen erheblichen Teil des unternehmerischen Kapitals. Ihr Scheitern kann im Extremfall existenzgefährdende Auswirkungen haben.

Dies führt dazu, daß Unternehmen vermehrt auf ihre finanziellen Ressourcen und deren zielgerichtete Steuerung zu achten haben. Reine Wirtschaftlichkeitsberechnungen reichen für derartige Entscheidungen heute nicht mehr aus. Vielmehr rücken Themen wie die systematische Verteilung des Investitionsvolumens, die Priorisierung von Projekten und die Optimierung von Überwachungsmechanismen als Bestandteile eines umfassenden und in die Unternehmenssteuerung integrierten Investitionscontrollings in den Blickwinkel der Betrachtung.

TMC kann durch folgende Beratungsleistungen unterstützen:

  • Analyse und Beurteilung des Reifegrads von Investitionsprozessen
  • Optimierung und Implementierung einzelner Bausteine des Investitionscontrollings. Hierzu gehören insbesondere die Planung, Genehmigung und Kontrolle von Investitionen sowie die Steuerung des gesamten Projektportfolios
  • Analyse und Beurteilung einzelner Projekte
  • Projektbegleitende Unterstützung der Projektverantwortlichen durch umfassendes Erfahrungswissen, auch im Umgang mit kritischen Situationen


Controlling und Risikomanagement

Die Integration von "Controllingwelt" und "Risikowelt" bedeutet die Aufgabe der herkömmlichen, auf Ein-Punkt-Planung ausgerichteten Unternehmenssteuerung und trägt erheblich zur Steigerung des Steuerungsnutzens bei. Dabei geht es darum, Chancen und Risiken gleichermaßen in die Planung aufzunehmen und Planabweichungen im Rahmen des Reportings zu fundieren. Bei der Durchführung der Planung werden sowohl der eigentliche Planwert als auch realistische Bandbreiten berücksichtigt. Im Ergebnis lässt sich eine auf GuV- oder Bilanzpositionen basierende risikoadjustierte Planungsrechnung erstellen, die Gesamtrisikosituation des Unternehmens, einzelner Geschäftsbereiche oder Projekte ermitteln und bei vorliegender Gesamtrisikosituation der Abgleich mit der Risikotragfähigkeit oder Risikodeckungsmasse vornehmen.

Der Umgang mit Unsicherheit, der normalerweise Kernaufgabe einer jeden Unternehmensleitung ist, wird somit integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Das Controlling kann nunmehr dem Management den Grad der Unsicherheit aufzeigen und die Gründe für diese Unsicherheit benennen. Die Entscheidungsfindung durch die Unternehmensleitung wird auf Basis dieser Informationen wesentlich fundierter sein können.

Projektbeispiele

1. Unternehmen mit verbesserungswürdiger Planungsqualität

Wie ist die Ausgangssituation?
Ein Unternehmen, das einer starken Volatilität und hohen Saisonalität des Geschäfts und darüber hinaus einem hohen Kosten- und zugleich Innovationsdruck ausgesetzt ist, hat nicht nachzuvollziehende Plan-Ist-Abweichungen hinnehmen müssen. Der Erfolgs- und Informationsdruck gegenüber dem Beirat als Aufsichtsorgan ist signifikant gestiegen. Ferner erfolgt eine starke Fokussierung auf die kurzfristige Ergebnissicherung über Kosteneinsparungen, die zu Lasten der Umsätze und der strategischen Handlungsfähigkeit gehen.

Was können wir leisten?
Wir führen unter Berücksichtigung von Best Practices eine umfassende Prozessanalyse der Unternehmensplanung und weiterer Steuerungsprozesse durch. In Ergänzung hierzu werden Planabweichungen im Detail analysiert und die Realitätsnähe historischer Planannahmen unter Rückgriff auf Benchmark-Daten geprüft. Im zweiten Schritt erfolgt die Erarbeitung eines Sollkonzepts mit Implementierungshinweisen unter Berücksichtigung einer systematischen Verzahnung von Controlling und Risikomanagement. In einem dritten Schritt wird die Implementierung mit der Erstellung eines Planungshandbuchs und der Abbildung einer Planungslösung auf Basis einer multidimensionalen Datenbank unterstützt.

Was sind die Vorteile?
Der Nutzen für das Unternehmen ist die deutlich verbesserte Planungssicherheit, die gestiegene Akzeptanz beim Beirat, die erhöhte Planungseffizienz und die Schaffung freier Kapazitäten für Kerngeschäft und strategische Fragestellungen.


2. Unternehmen mit unzureichender Transparenz über die Projektportfoliosituation

Wie ist die Ausgangssituation?
Ein Unternehmen, das eine große Anzahl von Investitionsprojekten zu bewältigen hatte, überließ nach Genehmigung dieser Projekte die weitere Steuerung des Projektgeschäfts den dezentralen Stellen. Die Folge ist, daß eine Reihe von Projekten nicht erfolgreich war, kein systematischer Übergang in das Tagesgeschäft erfolgte, eine Nutzenbewertung nach Projektende ausblieb und Entscheidungen über das Neuaufsetzen von geplanten Projekten bzw. das Weiterführen von bestehenden Projekten suboptimal waren. Damit verbunden war nicht nur eine Beeinträchtigung der Gesamteffektivität des Projektportfolios, sondern es wurde auch das operative Tagesgeschäft in Mitleidenschaft gezogen. Verantwortlich hierfür waren Probleme beim Schnittstellenmanagement zwischen Projekt- und Linienarbeit sowie Defizite bei der ganzheitlichen Planung von Personalressourcen.

Was können wir leisten?
Wir unterstützen bei der Prozessgestaltung und Institutionalisierung des neu einzuführenden Multiprojektcontrollings, bei der Erstellung des Fachkonzepts und bei der Einführung der entsprechenden Datenbanklösung. Um sicherzustellen, dass nicht nur die richtigen Projekte durchgeführt werden, sondern die Projekte auch richtig durchgeführt werden, erarbeiten wir Projektstandards und helfen bei der Nachbearbeitung der Projekte.

Was sind die Vorteile?
Der Übergang von der Einzelprojektsicht auf die Multiprojektsicht hat folgende Vorteile: Das Unternehmen konzentriert sich auf Projekte, die operativ dringlich sind, erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben und/oder strategische Bedeutung besitzen. Ferner erfolgt eine konfliktfreie Regelung von Zeit- und Ressourcenüberschneidungen zwischen den Projekten.